Haftstrafe

von Redaktion

Stuttgart – Ein syrischer Flüchtling ist wegen der Beteiligung an der Entführung eines kanadischen UN-Mitarbeiters 2013 in Syrien zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht in Stuttgart sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass sich der 26-Jährige der Beihilfe zu erpresserischem Menschenraub, schwerer Freiheitsberaubung sowie zu Kriegsverbrechen gegen humanitäre Operationen schuldig gemacht hat.

Der Mitarbeiter der Vereinten Nationen (UN) war acht Monate nahe Damaskus mutmaßlich von Terroristen gefangen gehalten worden, die der radikal-islamistischen Vereinigung Schabhat al-Nusra zumindest nahestanden. Diese wollen Machthaber Baschar al-Assad stürzen und einen auf islamischem Recht basierenden Gottesstaat errichten. Die Bundesanwaltschaft bringt die Miliz mit Tausenden Todesopfern in Verbindung.

Der 26-jährige Angeklagte entschuldigte sich im Lauf des Prozesses bei dem Kanadier und bot ihm auch eine Wiedergutmachung von 500 Euro an, die der Entführte jedoch nicht annahm.

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