Union schickt die meisten Direktkandidaten

von Redaktion

299 Wahlkreise gibt es in Deutschland – in 233 davon haben Direktkandidaten der Union die meisten Erststimmen geholt. Dazu gehört etwa Kanzleramtsminister Peter Altmaier (der sich in Saarlouis gegen SPD-Justizminister Heiko Maas durchgesetzt hat). Jens Spahn, Hoffnung der CDU-Konservativen, zieht ebenfalls über die Erststimmen in seinem Wahlkreis im Münsterland ins Parlament ein – und das als 37-Jähriger bereits zum fünften Mal. Auch die gebeutelte SPD kann einige Wahlkreiskandidaten ins Parlament schicken. Prominente Beispiele: Noch-Außenminister Sigmar Gabriel (Salzgitter-Wolfenbüttel), Nachwuchshoffnung Michelle Müntefering (Herne-Bochum II) und die von AfD-Mann Alexander Gauland geschmähte Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (Hamburg-Wandsbek). Dagegen verpasst Grünen-Chef Cem Özdemir in Stuttgart knapp das Direktmandat, kommt aber dank Listenplatz zwei dennoch ins Parlament. Besonders bunt geht es derweil in der Hauptstadt zu. Von den zehn Wahlkreisen in Berlin gehen je drei an Linkspartei, SPD und CDU. Der Wahlkreis um Kreuzberg und Friedrichshain geht dagegen als einziger bundesweit an die Grünen – vertreten von Canan Bayram als Nachfolgerin von Grünen-Urgestein Hans-Christian Ströbele.  mfh

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