Althusmann: Auf Umwegen nach oben

von Redaktion

Bernd Althusmann (50) hat ein Lebensmotto. „Umwege erhöhen die Orientierung“, hat der frühere Bundeswehroffizier einmal seinen Lebenslauf überschrieben. Vom Typ her, so sagt er, ist er einer, der öfter mal den Neuanfang sucht. Der CDU-Herausforderer hat einige Umwege in seinem Leben beschritten.

Nach der CDU-Niederlage bei der Landtagswahl 2013 ging der Ex-Kultusminister zweieinhalb Jahre als Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung nach Afrika. „Es war eine Zeit, die mich geprägt hat“, sagt der leidenschaftliche Bildungspolitiker in seiner pragmatischen Art. Ruhig und besonnen will er wirken, der Pfarrerssohn aus Lüneburgs Vorort Heiligenthal. „So ein Stück Fröhlichkeit und Gelassenheit habe ich mir auch aus Afrika mitgebracht.“ Der in zweiter Ehe verheiratete Politiker hat in seiner Patchworkfamilie mehrere Kinder: zwei aus erster Ehe, eins mit seiner neuen Frau, die selbst zwei Kinder aus erster Ehe hat.

Hart, aber fair, distanziert und doch nah: seine politische Handschrift hat er früh skizziert. Mit „Leidenschaft, Augenmaß, Umsicht und Fairness“ wolle er das Land voranbringen, kündigt der am 3. Dezember 1966 in Oldenburg geborene Politiker an. Sein Slogan 2017: „Wir haben Großes vor.“

Als überzeugter Kommunalpolitiker war Althusmann, der sich erst für die Offizierslaufbahn entschied und danach Pädagogik studierte, 1990 in die CDU eingetreten. Von 1994 bis 2009 gehörte er dem niedersächsischen Landtag an. Anschließend war er Staatssekretär im Kultusministerium. 2010 berief ihn Ministerpräsident Christian Wulff zum Chef des Kultusressorts. Seine souveräne Amtsführung brachte Althusmann viel Anerkennung ein.

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