Rom – Ein Rettungsschiff mit ungewöhnlich vielen Flüchtlingskindern an Bord ist in Italien angekommen. Von den mehr als 600 Geretteten seien 40 Prozent Kinder und Jugendliche, teilte die Hilfsorganisation SOS Mediterranee mit. Als Erstes wurde Berichten zufolge ein sechs Tage altes Baby im Hafen von Palermo von Bord geholt.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte kritisierte den Umgang mit Flüchtlingen in Libyen. Laut SOS Mediterranee berichteten die meisten Migranten von schweren Misshandlungen in Libyen. Frauen erzählten von sexueller Gewalt und mehreren Monaten Gefangenschaft in dem Bürgerkriegsland.
In letzter Zeit waren in Italien wesentlich weniger Migranten aus Libyen angekommen. Grund dafür ist ein umstrittenes Abkommen der Regierung in Rom mit der libyschen Küstenwache.