Trumps 250-Milliarden-Deal

von Redaktion

US-Präsident drängt China zu schneller Lösung der Nordkorea-Krise

Peking – Beim ersten Besuch von US-Präsident Donald Trump in China sind Wirtschaftsabkommen im Umfang von gut 250 Milliarden US-Dollar geschlossen worden. In Anwesenheit von Trump und Staats- und Parteichef Xi Jinping unterzeichneten Unternehmen gestern in Peking 15 Wirtschaftsvereinbarungen. Trump beklagte erneut „einseitige, unfaire“ Handelsbeziehungen, gabe aber nicht China die Schuld, sondern früheren US-Regierungen.

Die Vereinbarungen erstrecken sich auf Bereiche wie Gasförderung, Industrie, Informationstechnologie, Fahrzeugbau oder den Kauf von 300 Boeing-Flugzeugen für 37 Milliarden US-Dollar. Es handelt sich teils um feste Verträge, aber auch um Absichts- oder Rahmenerklärungen.

In den Gesprächen mit Xi Jinping sagte Trump, ihm sei klar, dass die USA ihre Wirtschaftspolitik ändern müssten, „weil sie im Handel so weit hinter China herhinken, und, um ehrlich zu sein, hinter vielen anderen Ländern“. Aber er wolle den Handel gerecht machen, sodass beide Länder davon profitierten. Xi Jinping verwies auf die Gemeinsamkeiten der zwei größten Volkswirtschaften, die wichtige Motoren für das globale Wachstum seien. Beide müssten „gesunde und stabile Beziehungen“ pflegen. Er bekräftigte die Zusage, eine weitere Marktöffnung zu verfolgen. Die amerikanische wie die europäische Handelskammer kritisieren aber, Reformen blieben aus.

Im Konflikt über Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm rief Trump seinen Gastgeber Xi Jinping zu verstärkten Anstrengungen auf. „China kann das Problem sehr einfach und schnell lösen.“ Xi Jinping sei ein „großartiger Präsident“. „Wenn er hart daran arbeitet, wird es gelingen. Daran habe ich keinen Zweifel.“ Trump reist heute nach Vietnam zum Asien-Pazifik-Gipfel. Wahrscheinlich wird er dort auch Russlands Präsidenten Wladimir Putin treffen.

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