Pressestimmen
„Eines der reichsten Länder der Welt bombardiert eines der ärmsten (…). Die stille Solidarität vieler westlicher Regierungen mit Saudiarabien, die Komplexität des Konfliktes und seine geografische Ferne sind nur drei Gründe, warum dieser Krieg ein geduldeter ist. Noch wichtiger aber ist das Ausbleiben von Flüchtlingen: Weniger als 9000 Jemeniten schafften es im vergangenen Jahr, aus ihrer Heimat zu fliehen. Solange man sie in Europa nicht zu Gesicht bekommt, scheint es keinen Handlungsbedarf zu geben.“
„Amerikas Rückzug von der globalen Führungsrolle ist ein Geschenk an Peking. (…) Es fällt jedoch schwer zu glauben, dass diese neue Liebe lange anhalten wird. Vorhersehbar ist Trump vor allem in seiner Unbeständigkeit (…). Die Bemerkung von Xi Jingping, dass die Interessen beider Länder sich stark annähern würden, ist – gelinde gesagt – eine Übertreibung. Individuelle Abkommen können strukturelle Handelsprobleme nicht beheben.“
„Mit der Geschwindigkeit der digitalen Ära spielt sich in Echtzeit der globale Lynchmord eines Schauspielers ab (…). Es sind keine appetitlichen Geschichten. (…) Man kann dies in einer anständigen Gesellschaft nicht bagatellisieren. Daran besteht kein Zweifel. Doch ihn an der Ausübung seines Berufs zu hindern und seine künstlerischen Leistungen auszulöschen, das ist eine andere Hausnummer.“