Amberg – Die FDP möchte das schaffen, was der CSU wohl misslingt: Gesichtswahrend die Führung wechseln. Beim Parteitag am Wochenende in Amberg sollen die Mitglieder eine geregelte Nachfolge für Landeschef Albert Duin (64) ermöglichen. Der Unternehmer peilt die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl an, gibt dafür nach vier Jahren seinen Chefposten auf. Es gilt als sicher, dass Generalsekretär Daniel Föst nachfolgt – einen Gegenkandidaten gibt es nicht.
So ganz freiwillig scheint Duins Verzicht nicht. Sein Rückhalt in der Partei bröckelte. Dem Vernehmen nach plante er eine Kandidatur für den Beisitzer des Präsidiums – sogar dafür hätte es aber einen Gegenkandidaten gegeben. Duin möchte nun nicht mehr kandidieren. Der Bundestagsabgeordnete Föst kann die FDP sachlicher und ohne Nebengeräusche führen, hoffen die Mitglieder. Sein Stellvertreter soll Karsten Klein werden, bisher ebenfalls ohne Gegenkandidat. Klein galt zunächst als Kontrahent Duins im Kampf um den Chefposten – nach dessen Rückzug kann sich der Finanzpolitiker aber mit dem Platz hinter Föst begnügen. Auf Föst selbst soll Norbert Hoffmann, Landshuter Stadtrat, folgen.
Ein wichtiges Thema dürften Ladenöffnungszeiten werden. Parteilinie: 6 Tage die Woche, über 24 Stunden. Mitglieder regen ein Volksbegehren an. „Das sehe ich aber nicht“, sagt Föst. Die Umsetzung wolle man im Landtag erreichen. sebastian raviol