Bonn – Mit der Gründung einer globalen Allianz für den Kohleausstieg bei der UN-Klimakonferenz in Bonn wächst der Druck auf eine künftige Bundesregierung, dem klimaschädlichen Energieträger den Rücken zu kehren. Großbritannien und Kanada verkündeten am Donnerstag die Partnerschaft, der 20 Länder angehören. Umweltorganisationen warnten, Deutschland drohe den Anschluss zu verpassen.
Kohle sei der „schmutzigste fossile Energieträger“ und ersetzbar durch preisgünstige erneuerbare Energien, sagte die kanadische Umweltministerin Catherine McKenna. „Der Markt hat sich bewegt, die Welt hat sich bewegt, die Kohle kommt nicht zurück,“
Der sogenannten Powering Past Coal Alliance gehören unter anderem europäische Ländern wie Frankreich, Italien und die Niederlande an Großbritannien will die Kohlenutzung bis 2025 beenden, Kanada bis 2030, Frankreich bis 2021. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, die Allianz habe auch Deutschland gefragt, „ob wir da mitmachen“. Sie habe dies aber „nicht im Vorgriff auf die nächste Regierung entscheiden können“.