Der neue Juso-Chef Kevin Kühnert hat SPD-Chef Martin Schulz unmittelbar vor dem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einer Absage an eine Große Koalition gedrängt. „Ich würde zwei Botschaften in dieses Gespräch mitbringen: Botschaft Nummer eins wäre, dass die SPD einen geltenden Parteivorstandsbeschluss hat, der die Bildung einer Großen Koalition ausschließt“, sagte Kühnert dem Sender SWR Aktuell. Über „alles andere“ als eine Große Koalition könne gesprochen werden. Der Juso-Chef verwies auf die geltende Beschlusslage der SPD-Spitze, die eine Koalition abgelehnt hatte. Diese Festlegung könne nur der SPD-Parteitag nächste Woche revidieren. Das letzte Wort hätten also die Parteimitglieder: „Ich habe an der Basis gerade das Gefühl: Hier hat überhaupt niemand Lust auf Große Koalition.“ Zwischen GroKo und Neuwahlen gebe es verschiedenste Konstellationen von Minderheitsregierung, Tolerierung und Kooperationsmodellen.