Dresden – Der neue sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) plant eine staatliche Kampagne gegen Verschwörungstheorien. Besonders hat er dabei die sogenannten Reichsbürger im Blick. „Das ist ein Krebsgeschwür, das sich da entwickelt. Dagegen müssen wir vorgehen“, sagte der 42 Jahre alte Regierungschef. Die selbst ernannten Reichsbürger würden das Vertrauen in die Gesellschaft, den Staat und seine Strukturen untergraben. „Das kann man nicht dulden. So etwas darf der Staat nicht laufenlassen.“
Sogenannte Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Immer wieder kommt es zu Konflikten.
Der neue Regierungschef äußerte sich auch über den ramponierten Ruf Sachsens durch ausländerfeindliche Umtriebe und Rechtsextremismus. Sein Freistaat werde künftig mehr in die politische Bildung investieren.