Kurz Gemeldet

von Redaktion

Gespräche gefordert

Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont hat die Regierung in Madrid dazu aufgerufen, das Ergebnis der Neuwahl in der Region anzuerkennen. „Alle haben sich äußern können“, sagte der 55-Jährige mit Blick auf die Wahl vom 21. Dezember in einer Neujahrsansprache, die in Brüssel aufgenommen wurde. Gleichzeitig forderte er die Regierung auf, die von Madrid abgesetzte Regionalregierung wieder einzusetzen. Es müssten endlich politische Verhandlungen aufgenommen werden, sagte er.

Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine hat angesichts des schlechten Abschneidens der SPD bei der Bundestagswahl erneut zur Bildung einer linken Volkspartei aufgerufen. „Wir brauchen eine linke Sammlungsbewegung, eine Art linke Volkspartei, in der sich Linke, Teile der Grünen und der SPD zusammentun“, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Das Parteiensystem, so wie es heute bestehe, funktioniere nicht mehr: „Wir brauchen eine Neuordnung.“ Nur so könne es wieder eine linke Machtoption geben.

Der festgenommene, mutmaßliche Attentäter des Anschlags von St. Petersburg hat die Tat gestanden. Bei einer Vernehmung soll der psychisch kranke Mann als Motiv eine Art Protest gegen Therapiemaßnahmen angegeben haben. Er werde vorerst wegen Terrorverdachts bis Ende Februar in Haft sitzen, teilte ein St. Petersburger Gericht mit. Dmitri L. war am Samstag vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB festgenommen worden. Er soll in einem Supermarkt in Russlands zweitgrößter Stadt eine selbst gebaute Nagelbombe in einem Schließfach im Eingangsbereich deponiert haben.

Nach einem blutigen Anschlag auf ein Begräbnis in der ostafghanischen Provinz Nangarhar am Wochenende ist die Zahl der Toten am Montag auf 18 gestiegen. Eines der schwer verletzten Opfer sei über Nacht gestorben, sagte der Sprecher der Provinzregierung, Attaullah Chogiani. Alle Opfer seien Zivilisten gewesen. Auch am Tag nach der Explosion blieb unklar, wer den Sprengsatz gelegt hatte. In Nangarhar sind sowohl die radikalislamischen Taliban als auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Die Taliban hatten über soziale Medien verlauten lassen, sie seien es nicht gewesen. Ein IS-Bekenntnis liegt bislang nicht vor.

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