Türkische Journalisten verurteilt

von Redaktion

Wegen einer Solidaritätskampagne mit einer prokurdischen Zeitung sind in der Türkei fünf Journalisten zu Haftstrafen verurteilt worden. Ein Istanbuler Gericht sprach am Dienstag vier der Journalisten der „Terrorpropaganda“ schuldig und verurteilte sie zu jeweils 18 Monaten Gefängnis. Der ehemalige Chefredakteur von „Özgür Gündem“, Hüseyin Akyol, muss demnach drei Jahre und neun Monate in Haft. International stieß das Urteil, das in Abwesenheit der Angeklagten gefällt wurde, auf scharfe Kritik. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) warf der türkischen Justiz einen Versuch „zur Einschüchterung der Zivilgesellschaft“ vor. Die Solidaritätskampagne für „Özgür Gündem“ habe allein der Verteidigung der Pressefreiheit gedient.

Artikel 8 von 11