von Redaktion

Berliner Morgenpost

Pressestimmen

„Für Ankara ist der Angriff eine Antiterroroperation, die sich gegen die Kurdenmiliz YPG richtet. Diese Miliz ist aber der engste Partner des Westens im Kampf gegen den IS. Die türkischen Angriffe auf die kurdischen Verbündeten der USA sind zugleich ein ungeheurer Affront. Präsident Erdogan hatte mehrfach mit einem Angriff gedroht. Washington hat diese Drohungen nicht ernst genommen. Ein Fehler. Es scheint, als würden die syrischen Kurden wie schon die irakischen von ihren westlichen Partnern im Stich gelassen.“

„Der Kampf um Syrien hat bislang keinen klaren Sieger hervorgebracht. Doch es gibt keinen Zweifel daran, wer die Verlierer sind. Fast eine halbe Million Syrer sind umgekommen, mehr als 5,4 Millionen sind Flüchtlinge im Ausland und 6,1 Millionen sind Vertriebene im eigenen Land.“

„Nun bekommt das Land also einen Antisemitismusbeauftragten. (…) Antisemitische Stereotype sind fest in den Tiefen dieser Gesellschaft verankert, und neuere Formen von Antisemitismus wachsen rasant. Was allerdings ebenso fest verankert bleibt, ist die grenzenlose Gleichgültigkeit. Der Kampf gegen Antisemitismus ist etwas für Gedenkveranstaltungen und Einzelkämpfer, die in jüngerer Zeit als Gutmenschen verlacht, unter Druck gesetzt, bedroht werden. Im Alltag schert Antisemitismus die Mehrheitsgesellschaft nicht.“

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