Inzell und Schönau

Ein bisschen Olympia

von Redaktion

Bekanntlich ist es mit dem olympischen Geist nicht mehr allzuweit her. Für die Austragung des größten Sportfestes der Welt – zumal für seine Winter-Version – finden sich kaum noch Interessenten bzw. basisdemokratisch abgesicherte Mehrheiten. Gerade die zweimal gescheiterten Bewerber München/Garmisch-Partenkirchen können ein sehr trauriges Lied davon singen. Sogar im wintersportverrückten Österreich schaute es zuletzt nicht viel besser aus. Erst vergangenen Herbst scheiterte Tirol bei einem Plebiszit. Umso erstaunlicher, dass sich nun in der Steiermark olympischer Kampfgeist regt. Graz und Schladming wollen es im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 wissen. Und das – kein Witz – mit oberbayerischer Beteiligung.

Die Idee der Bewerber ist ja durchaus sympathisch. Die Steirer nehmen Inzell (Eisschnelllauf) und Schönau am Königssee (Bob und Rodel) mit ins olympische Boot, nutzen bereits vorhandene Sportstätten, unterstreichen damit die Absage an den Gigantismus und pflegen die sportliche Koexistenz. Sicher, Winterspiele in Oberbayern haben sich vor einigen Jahren noch viele Sportbegeisterte hierzulande anders vorgestellt. Aber auch ein bisschen Olympia hätte sicher seinen Reiz.

Armin Gibis

Sie erreichen den Autor unter

Armin.Gibis@ovb.net

Artikel 1 von 11