Seit fast 20 Jahren schwelt ein Streit innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland, der viele kirchlich engagierte Laien zutiefst verletzt hat. Eine Handvoll couragierter Männer und Frauen waren nach dem von Rom angeordneten Ausstieg der katholischen Kirche aus der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung so sehr von der Notwendigkeit des Verbleibs überzeugt, dass sie einen eigenen Verein gegründet haben.
Seit 1999 sorgt nun dieses „Geschenk des Lebens“ – der Verein heißt „Donum Vitae“ – aber für Unfrieden. Dass katholische Laien das segensreiche Wirken der katholischen Beratungsstellen fortsetzen, wollen bestimmte Lebensschützer-Kreise nicht akzeptieren. Weil „Donum Vitae“ einen Schein ausstellt, um die gesetzlich verlangte Beratung vor einer straffreien Abtreibung zu dokumentieren. Dass aber durch die erstklassige Beratung tausende Frauen überzeugt wurden, ihr Kind auf die Welt zu bringen, spielt für sie keine Rolle. Die Bischöfe stellten 2006 sogar fest, dass der Verein außerhalb der Kirche stehe.
Nun bahnt sich eine Aussöhnung an. Kardinal Marx dankt „Donum Vitae“ offiziell für den Beratungsdienst. Aber erst, wenn Pastoralreferenten oder Priester Mitglied bei „Donum Vitae“ sein und spenden dürfen, ist der Verein wirklich akzeptiert.
Claudia Möllers
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