Zahl der Aktiensparer steigt langsam

Im Würgegriff der Steuer

von Redaktion

Riskant, schwankungsanfällig und nach einer Pleite wertlos: Für Aktien konnten sich deutsche Anleger bisher kaum erwärmen – auch dank schlechter Erfahrungen am Neuen Markt und während der Welt-Finanzkrise 2007. Dass mittlerweile nun wieder fast so viele Deutsche Aktien oder Fondsanteile halten wie 2007, ist auch nur eine teilweise gute Nachricht. In Wahrheit bleibt die Zahl der Aktionäre vor allem unter den Jungen viel zu gering.

Dabei wäre eine Aktienkultur mit einer langfristigen Vermögensaufbau-Perspektive neben gesetzlicher Rente und Immobilienerwerb ein tragender Baustein im Kampf gegen Altersarmut. Man steckt sein Geld in heimische Unternehmen, um an deren Erfolg später teilzuhaben.

Leider behandelt der Fiskus Aktiensparer stiefmütterlich. Immobilien können nach zehn Jahren ohne staatlichen Zugriff auf den Wertgewinn veräußert werden. Echte Spekulationsobjekte sind schon nach einem Jahr steuerfrei. Beim Wertzuwachs von Unternehmensanteilen hält der Fiskus dagegen noch nach Jahrzehnten die Hand auf und nimmt sich ein Viertel vom Ertrag. Eine Behebung dieses Missverhältnisses würde den langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien noch deutlich attraktiver machen.

Martin Prem

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