Wie freiwillig Peter Tauber aus dem Amt scheidet, wissen wohl nur er und seine Vorgesetzte Angela Merkel. Ins Bodenlose fallen wird der 43-Jährige aus Hessen jedoch nicht. Er hat ein Direktmandat für den Bundestag. Derzeit ist er nach einer sehr schweren Darm-Erkrankung krankgemeldet, durchläuft eine Reha-Maßnahme in seiner Heimat. Nach der Genesung könnte er eine etwas herausgehobene Aufgabe in Berlin übernehmen: Eine Berufung zum Parlamentarischen Staatssekretär sei gut denkbar, berichtet die „Welt“. Der eigentliche Plan, Tauber zum Staatsminister für Digitales zu machen (auch eine Art Staatssekretärsposten im Kanzleramt, nicht vergleichbar mit bayerischen Staatsministern), wackelt stark, weil im Koalitionsvertrag bisher kein solcher Posten vorgesehen ist. Nachverhandlungen sind hier allerdings nicht ausgeschlossen. Wobei auch die CSU hier gerne zum Zug käme – ein Staatsminister-Amt könnte ein Aufstieg für die Fränkin Dorothee Bär sein, falls sie nicht Bundesministerin wird. cd