von Redaktion

Le Monde (Paris)

Pressestimmen

„Emmanuel Macron kann sich nur freuen, dass er in Berlin Gesprächspartner hat, die seinen Vorschlägen aufgeschlossener gegenüberstehen, als es eine CDU-geführte Koalition mit Grünen und Liberalen gewesen wäre. Die deutsche Stabilität darf aber keine Illusionen wecken: Die 25 Wochen, die Angela Merkel zur Regierungsbildung gebraucht hat, und die massive Präsenz der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) im Bundestag zeigt, dass das Land weniger stabil ist, als es scheint.“

„Indem sie zwei Dutzend Diplomaten ausweist, hat Theresa May vermieden, das Problem an der Wurzel zu packen: Die Straffreiheit, die Russen einer Kategorie wie (Roman) Abramowich oder Spione in ,Londongrad‘ zu genießen scheinen. (…) In Moskau wissen sie, dass es unwahrscheinlich ist, dass Großbritannien Maßnahmen ergreift, die wirklich wehtun, wie zum Beispiel Sanktionen gegen Oligarchen und deren Familien. Denn die Briten brauchen deren Geld – nach dem Brexit noch mehr.“

„Trump sieht sich im Zenit seiner Macht. Ohne die Stimmen der Vernunft kann es aber nur noch bergab gehen. Sitzen nur noch Erfüllungsgehilfen seiner Launen an den Schalthebeln, dann führt das die USA zweifellos noch weiter in die Isolation. Auch im Land selbst werden die Zweifel an der Eignung eines konzeptlosen Narzissten als Präsident immer stärker.“

Artikel 9 von 11