Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach Angaben der Polizei erneut zu Krawallen gekommen. Eine Gruppe von jüngeren Migranten habe mehrere Büros des Aufnahmezentrums von Moria verwüstet und Feuer gelegt. Einige Migranten protestierten damit gegen die Ablehnung ihrer Asylanträge und ihre bevorstehende Rückführung in die Türkei. Andere, weil die Bearbeitung ihrer Asylanträge seit mehreren Monaten andauere, berichtete das Staatsradio (ERT). Die Bereitschaftspolizei griff ein. Unter Einsatz von Blendgranaten und Schlagstöcken sei es der Polizei gelungen, die Randale zu beenden.
Nach dem Rücktritt des slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico soll dessen bisheriger Stellvertreter Peter Pellegrini seine Nachfolge antreten. Präsident Andrej Kiska beauftragte Pellegrini gestern mit der Regierungsbildung. Zuvor hatte er Ficos Rücktritt angenommen. Fico hatte seinen Rücktritt eingereicht, nachdem er im Zusammenhang mit dem Mord an dem Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak zunehmend unter Druck geraten war.
Sloweniens Ministerpräsident Miro Cerar ist zurückgetreten. Er übergab sein formales Rücktrittsschreiben gestern an Präsident Borut Pahor, wie das Kabinett nach dem Treffen mitteilte. Pahor entschied demnach, keinen Ersatz für das Amt des Regierungschefs zu bestimmen. Damit steht das südosteuropäische EU-Land vor einer vorgezogenen Wahl, wahrscheinlich in der zweiten Maihälfte.
Der Russland-Sonderermittler Robert Mueller zwingt das Unternehmen Donald Trumps zur Herausgabe aller Dokumente, die im Zusammenhang mit Russland stehen. Das berichtet die „New York Times“. Die Vorladung ist die erste, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen wegen einer russischen Beeinflussung der Präsidentschaftswahl 2016 direkt an die Trump Organization geht. Mit diesem Vorgehen rückt Mueller dem US-Präsidenten näher. Das Vorgehen gegen die Dachorganisation von Trumps Konzern ist für den Sonderermittler nicht ungefährlich. Verteidiger des US-Präsidenten beschuldigen Mueller, seine Kompetenzen zu überschreiten.