Terror

Tödliche Geiselnahme in Frankreich

von Redaktion

Carcassonne – Die vergangenen Monate war es ruhig, nun wird Frankreich erneut vom Terror heimgesucht. Schwerbewaffnete Elitepolizisten, abgesperrte Straßen, Sirenengeheul, Hubschrauberlärm: Die Nation ist mit dem Anschlag in einem Supermarkt im Süden des Landes wieder im Krisenmodus. Die sonst beschauliche Kleinstadt Trèbes unweit der mittelalterlichen Touristenmetropole Carcassonne im Département Aude ist Schauplatz einer dramatischen Geiselnahme, die das Land für Stunden in Atem hält. Dabei tötet der Angreifer zwei Menschen, ein weiterer stirbt vorher, als der Täter ein Auto in seine Gewalt bringt.

In Trèbes drang der 26-jährige Mann in den Supermarkt der Kette Super U ein, es fielen Schüsse. Der Angreifer war den Sicherheitskräften wegen kleinerer Delikte bekannt, aber nicht als Terrorist. Bei der unvorhergesehenen Attacke berief er sich auf die IS-Terrormiliz, die den Anschlag später auch für sich reklamierte. Vor dem Überfall auf den Supermarkt griff der Mann in Carcassonne mit einem Auto Menschen an und verletzte einen Polizisten an der Schulter. Am Ende wurde der mutmaßliche Terrorist beim Zugriff der Polizei erschossen.

Im Supermarkt gab es während der Stunden der Angst mindestens einen Helden: Ein Polizist ließ sich gegen eine Geisel austauschen. Der Beamte ließ sein Telefon mit einer offenen Verbindung auf dem Tisch liegen. So konnten die Einsatzkräfte hören, was sich im Supermarkt abspielte. Als Schüsse fielen, seien sie eingeschritten, berichtete Innenminister Gérard Collomb an Ort und Stelle.  dpa

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