„Ziemlich unangenehm“ und „garantiert peinlich“: Diese zwei Vorurteile zur vorsorglichen Darmspiegelung halten sich hartnäckig. Leider. Denn wer diese Untersuchung nicht nutzt, der riskiert, dass Darmkrebs zu spät entdeckt wird – und die Heilungschancen stark sinken.
Wie sehr sich diese Untersuchung lohnt, die übrigens allen ab 55 Jahren zusteht, zeigt einmal mehr eine aktuelle Studie. Forscher haben darin die Krebssterblichkeit in EU-Ländern verglichen – und die ist, was den Darmkrebs betrifft, in Deutschland am niedrigsten. Das liegt aber nicht nur an den Fortschritten in der Therapie, sondern vor allem an der Vorsorge. Hierzulande lassen nämlich deutlich mehr Menschen eine Darmspiegelung machen als in anderen Ländern. Denn bei dieser Untersuchung geht es ja nicht nur darum, Darmkrebs früh zu entdecken. Sondern insbesondere auch Polypen, also gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Entfernt man sie, ist die Gefahr gebannt – bevor Krebs überhaupt entstehen kann.
Also: Bitte haben Sie keine Angst vor der Darmspiegelung. Denn entgegen aller Vorurteile werden Sie dabei keine Schmerzen haben und dank Beruhigungsmitteln ohnehin wenig davon mitbekommen. Geben Sie sich daher einen Ruck. Es lohnt sich!
Andrea Eppner
Sie erreichen die Autorin unter
Andrea.Eppner@ovb.net