In Botsuana ist Vizepräsident Mokgweetsi Masisi als Staatsoberhaupt vereidigt worden. Er übernahm die Regierungsgeschäfte von Ian Khama, der das Land zehn Jahre lang geführt hatte und nach der maximal erlaubten Amtszeit zurücktrat. In seiner Rede zur Amtseinführung versprach Masisi am Sonntag, die Korruption in dem Land im Süden Afrikas auszumerzen und die Wirtschaft zu verbessern. Das an Diamanten reiche Botsuana zählt zu den stabilsten Demokratien Afrikas.
In Costa Rica hat der linksliberale Kandidat Carlos Alvarado die Stichwahl für das Präsidentenamt klar gewonnen. Der 38-jährige Ex-Minister setzte sich mit rund 60 Prozent der Stimmen gegen den rechtsgerichteten Fabricio Alvarado durch, der im Wahlkampf mit scharfer Polemik gegen die Homo-Ehe mobil gemacht hatte. Der Prediger einer evangelikalen Freikirche kam nur auf 39,3 Prozent. Sein Sieg hätte eine konservative Kehrtwende bedeutet. Letzte Umfragen hatten die beiden Alvaredos, die nicht miteinander verwandt sind, Kopf an Kopf gesehen. Carlos Alvaredo wird nun im Mai die Nachfolge von Präsident Luis Guillermo Solis antreten.