Die Luftangriffe der drei westlichen UN-Vetomächte USA, Großbritannien und Frankreich auf Syrien haben weltweit ein unterschiedliches Echo gefunden. Es sagten unter anderem:
Die britische Premierministerin Theresa May: „Es geht hier nicht um ein Eingreifen in einen Bürgerkrieg. Es geht nicht um Regimewechsel.“
Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly: „Wir suchen nicht die Konfrontation und weisen jede Logik militärischer Eskalation zurück. Deshalb haben wir mit unseren Verbündeten darauf geachtet, dass die Russen vorher gewarnt werden.“
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: „Das wird die Fähigkeiten der Führung einschränken, weiter die Menschen in Syrien mit chemischen Waffen anzugreifen.“
Das türkische Außenministerium: „Wir begrüßen diesen Einsatz, der das Gewissen der Menschheit angesichts des Angriffes in Duma erleichtert, von dem weitgehend angenommen wird, dass er vom (syrischen) Regime ausgeführt wurde.“
Irans oberster Führer Ali Chamenei: „Die Angriffe waren ein Verbrechen und die drei an den Angriffen beteiligten Regierungschefs sind dementsprechend Verbrecher.“
Reinhard Marx, Münchner Kardinal und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz: „Militärische Lösungen wird es nicht geben. Und auch Militärschläge führen nicht zum Ziel.“
Antonio Guiterres, UN-Generalsekretär: „Ich habe wiederholt meine tiefe Enttäuschung deutlich gemacht, dass es dem Sicherheitsrat nicht gelungen ist, einem speziellen Mechanismus für die wirksame Haftung beim Einsatz von Chemiewaffen zuzustimmen. Ich fordere den Sicherheitsrat auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden und diese Lücke zu schließen.“
Chinas Außenamtssprecherin Hua Chunying: „Wir lehnen den Einsatz von Gewalt in den internationalen Beziehungen stets ab und setzen uns dafür ein, die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität aller Länder zu respektieren. Alle Konfliktparteien sollten sich wieder an internationales Recht halten und nach einer politischen Lösung suchen.“
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: Der Einsatz chemischer Waffen ist unter allen Umständen auf das Schärfste zu verurteilen. Die Staatengemeinschaft hat die Verantwortung, diejenigen, die solche Waffen trotzdem einsetzen, zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.