von Redaktion

Die WELT

Pressestimmen

„Die SPD macht es ihren führenden Vorsitzenden traditionell schwer. Doch selbst vor dieser Folie hat sie Nahles mit 66 Prozent ein Misstrauensvotum ausgestellt. Der Ausgang der Wahl wirft ein Schlaglicht auf die Zerrissenheit der SPD. Erst im Januar hatten die Delegierten mit nur 56 Prozent Gespräche mit der Union über die Bildung einer Koalition gebilligt, und zwar nachdem sich Nahles genau dafür in die Bresche geworfen hatte.“

„Gewählt ist gewählt. So wird Andrea Nahles denken, die sich erwartungsgemäß gegen die tapfere Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange durchgesetzt hat und damit die erste Frau an der Spitze der SPD ist. Das Ergebnis der Wahl kann Nahles egal sein, denn es bewertet die Vergangenheit. Viel wichtiger ist das Ergebnis in zwei Jahren – wenn sie es bis dahin schafft. Gelingt es ihr, die Partei auf Kurs zu bringen und Vertrauen zu schaffen, ist das tausendmal mehr wert als 100-Prozent-Ergebnisse, albernes Gottkanzlergeblödel und ein tiefer Fall ins Nichts.“

„So schlimm jeder einzelne Fall ist, die jüngste Statistik zeigt, dass dieses Land, anders als von einigen propagiert, keineswegs im Chaos versinkt. Auch die Gewaltkriminalität hat nicht zu-, sondern leicht abgenommen. Es ist auch nicht so, dass die Migration Hunderttausender automatisch mit mehr Kriminalität verbunden ist.“

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