Affäre um Pornodarstellerin

Trump entschädigte Anwalt

von Redaktion

US-Präsident gibt zu, Anwalt Schweigegeld zurückgezahlt zu haben

Washington – In der Affäre um eine Schweigegeldzahlung an die Pornodarstellerin Stormy Daniels haben US-Präsident Donald Trump und sein Anwaltsteam eine überraschende Kehrtwende vollzogen. Trump bestätigte am Donnerstag, seinem damaligen Rechtsvertreter Michael Cohen 130 000 Dollar erstattet zu haben, für die sich Daniels zum Schweigen über ein angebliches Sexabenteuer mit Trump verpflichtet hatte. Dies war kurz zuvor von Trumps neuem Anwalt Rudolph Giuliani enthüllt worden.

Bislang hatte Trump bestritten, von der Zahlung gewusst zu haben. Mit ihrem neuen Kurs erhoffen sich Trump und Giuliani offenbar ein effektiveres Vorgehen gegen den Vorwurf, die Zahlung sei eine illegale Wahlkampfspende Cohens gewesen. Der Präsident schrieb bei Twitter von einer „Rückerstattung“ der Kosten für die Schweige-Vereinbarung im Rahmen monatlicher Zahlungen an Cohen.

In der Affäre geht es darum, ob es sich bei den 130 000 Dollar um Hilfe für Trumps Wahlkampf handelte. Die Zahlung hatte der Pornostar mit dem bürgerlichen Namen Stephanie Clifford wenige Tage vor der Wahl im November 2016 erhalten.

Cohen erklärte im Februar, das Geld aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Trump habe davon nichts gewusst. Sollte Cohen das Geld gezahlt haben, um Schaden von Trumps Wahlkampagne abzuwenden, könnte es sich um eine illegale Spende gehandelt haben.

Trumps Anwalt Giuliani beteuerte nun, bei der Zahlung sei alles „absolut legal“ gelaufen. Trump habe sie „über einen Zeitraum von mehreren Monaten“ zurückerstattet, sagte er dem Sender Fox News. Cohen habe gewusst, dass er das Geld von Trump zurückbekommen würde.

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