Im Skandal um zu Unrecht bewilligte Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat die neue Leiterin der Bremer Außenstelle schwere Vorwürfe gegenüber der Nürnberger Zentrale erhoben. Es dränge sich der Verdacht auf, „dass an einer echten Aufklärungsarbeit kein gesteigertes Interesse besteht“, zitiert die ZDF-Sendung „Frontal 21“ aus einem 99-seitigen Papier der aktuellen Leiterin der Bremer Außenstelle, Josefa Schmid. Es bestehe der Verdacht, „dass die Zentrale selbst in die Angelegenheit verstrickt ist“, schrieb Schmid. Sie spricht von „mindestens 3332“ (statt wie bisher beziffert1200) unzulässigerweise in Bremen bearbeiteten Asylanträgen.