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von Redaktion

Moskau lehnt Sondersitzung ab

Das russische Außenministerium lehnt Pläne für eine Sondersitzung der Mitglieder des Chemiewaffenübereinkommens ab. Diese Initiative sei vor allem gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gerichtet, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa in Moskau. Zudem verstehe sie den Vorschlag auch im Kontext der Vorwürfe gegen Russland, angebliche syrische Chemiewaffeneinsätze zu decken und für den Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien verantwortlich zu sein, sagte sie der Agentur Tass zufolge. Russland hat diese Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen.

Israels Energieminister Juval Steinitz hat der Europäischen Union unfaire Kritik und Heuchelei vorgeworfen und ihr gewünscht, sie „möge tausendmal zur Hölle fahren“. Das Mitglied des Sicherheitskabinetts sagte im Radiosender „103FM“, dies sei „noch freundlich formuliert“. Hintergrund der zornigen Äußerungen von Steinitz ist ein EU-Aufruf, worin die rasche Untersuchung eines Vorfalls in Haifa gefordert wird, bei dem der Leiter einer arabischen Bürgerrechtsorganisation verletzt worden war.

In Afghanistans Hauptstadt Kabul ist gestern ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. Beamte am Flughafen bestätigten, die aus Frankfurt/Main kommende Maschine sei kurz nach 7.00 Uhr Ortszeit gelandet. Aus dem Bundesinnenministerium verlautete, dass 15 Abgeschobene an Bord gewesen seien. Sie wurden von 43 Polizisten begleitet.

Die vor fast drei Monaten vergiftete Julia Skripal will irgendwann in ihre Heimat Russland zurückkehren. Das sagte die 33-Jährige in einer per Video verbreiteten Stellungnahme und fügte an: „Ich danke der russischen Botschaft für die Hilfe, die mir angeboten wurde. Zurzeit bin ich aber nicht bereit und willens, das in Anspruch zu nehmen.“ Sie und ihr Vater Sergej Skripal, ein ehemaliger russischer Doppelagent, waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury entdeckt worden. „Wir sind so glücklich, dass wir beide diesen versuchten Anschlag überlebt haben“, sagte Skripal in der auf Russisch gehaltenen Stellungnahme.

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