Was bleibt von den Ergebnissen?

von Redaktion

Weil US-Präsident Donald Trump seine Zustimmung zur Abschlusserklärung nach dem G7-Gipfel wieder zurückgezogen hat, steht ein großes Fragezeichen hinter den Ergebnissen.

Handel: Der Handelskonflikt der Europäer, Japaner und Kanadier mit den USA ließ den Gipfel am Ende entgleisen. Die Gegensätze waren zuvor schon riesig. Trotzdem gab es eine Einigung auf eine vage gemeinsame Erklärung und einen Aufruf zum Kampf gegen Protektionismus. Als Kompromiss lehnte sich die Erklärung an frühere Formulierungen an. Damit wurde die Forderung von Angela Merkel erfüllt, nicht hinter bisherige Positionen zurückzufallen.

Nordkorea: Der Atomkonflikt auf der koreanischen Halbinsel war das einzige Topthema, bei dem sich die G7-Partner einigen konnten. Sie forderten Nordkorea auf, „vollständig, überprüfbar und unumkehrbar“ seine Massenvernichtungswaffen und Raketen sowie diesbezügliche Programme zu beseitigen.

Russland: Über den überraschenden Vorstoß von Trump, Russland wieder in die Gruppe aufzunehmen, gab es keine Verständigung. Einzig der Neuling in der Runde, Italiens Regierungschef Giuseppe Conti, unterstützte Trump grundsätzlich. Die anderen erwarten erst Fortschritte im Friedensprozess für die Ukraine.

Plastik: Im Kampf gegen Plastikmüll in den Ozeanen machten die USA neben Japan auch schon nicht mit. Nur Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und die EU verpflichteten sich, bis 2030 eine vollständige Wiederverwertbarkeit von Plastik sicherzustellen. Auch das Ziel, bis 2030 mindestens 55 Prozent ihrer Kunststoffabfälle zu recyceln, trugen die USA und Japan nicht mit.

Klima: Auch im Klimaschutz wurden nur die Differenzen mit den USA in die Gipfelerklärung geschrieben.

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