Der Gipfel nach dem Gipfel

von Redaktion

Kim und Xi treffen sich erneut – USA streichen Militärmanöver

Peking – Eine Woche nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump sucht Kim Jong Un die Nähe zu China. Zum dritten Mal seit März reiste Nordkoreas Machthaber ins Nachbarland und demonstrierte so Geschlossenheit mit Präsident Xi Jinping. Nach einem „offenen und tief greifenden“ Austausch vereinbarten die beiden Führer laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, die Beziehungen beider Länder weiterzuentwickeln und „gemeinsam Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel voranzutreiben“.

Beobachter gingen davon aus, dass Kim Chinas Führung über die Ergebnisse des Treffens mit Trump unterrichtete und das weitere Vorgehen besprach. Nordkorea hofft, dass die internationalen Sanktionen gegen das Land so schnell wie möglich aufgehoben werden. Die USA ziehen das erst nach einer vollständigen Denuklearisierung in Erwägung, China würde die Sanktionen gerne früher lockern.

Peking galt als großer Gewinner des Gipfels zwischen den USA und Nordkorea, da Kim Jong Un bekräftigte, die atomare Abrüstung vorantreiben zu wollen, und Trump ankündigte, gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea in der Region einstellen zu wollen. Beides sind auch wichtige Forderungen der Chinesen.

Kurz vor dem Besuch von Kim in Peking teilten die USA mit, alle Planungen für ein größeres gemeinsames Militärmanöver mit Südkorea im August gestoppt zu haben. Auch das südkoreanische Verteidigungsministerium bestätigte die Entscheidung, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Trump hatte die Manöver, anders als das Pentagon, provokant genannt.

Artikel 5 von 11