zum Asyl-Streit

von Redaktion

Frankfurter Allgemeine

Pressestimmen

„An der Migrationsfrage, die Europa gespalten und radikalen Kräften den Weg in die Parlamente und Regierungen geebnet hat, droht nun auch noch die politische Kraft zu zerbrechen, die jahrzehntelang ein Stabilitätsfaktor in der deutschen und europäischen Politik war. Wer sollte danach die Führungsrolle übernehmen? Die SPD? Mit einem Bruch zwischen CDU und CSU wäre nur jenen gedient, die sich an einer solchen Katastrophe ergötzen würden.“

„Angela Merkel will die Lasten durch die Flüchtlinge auf ganz Europa verteilen und das ist richtig so. Doch jedwede dauerhafte Lösung muss über die Grenzen der Zufluchtsländer hinausreichen. Damit ist nicht gemeint, dass Nordafrika mit Internierungslagern gefüllt wird. Langfristig wird die Gewährung großzügiger Hilfe für die Herstellung von Frieden und von Voraussetzungen für die Schaffung von Wohlstand von grundlegender Bedeutung sein.“

„Das Endspiel droht für niemanden so gefährlich zu werden wie für die CSU selbst. Die Partei hat viele ihrer Wähler über Jahre damit vertröstet, zwar nicht ihre Politik zu machen, aber immerhin ihre Meinung zu teilen.“

„Geschwächt und angeschlagen, knüpft Angela Merkel ihr politisches Schicksal an eine europäische Lösung in der Flüchtlingskrise. Doch im Streit um Solidarität und Lastenteilung scheinen die Gemeinsamkeiten aufgebraucht.“

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