Beate Zschäpes Anwältin Anja Sturm zweifelt an, dass der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) im rechtlichen Sinn eine terroristische Vereinigung gewesen sei. Dafür seien mindestens drei Mitglieder nötig, Terroristen seien aber nur Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gewesen. „Beate Zschäpe war Mitglied einer Wohngemeinschaft. Sie war nicht Mitglied einer terroristischen Vereinigung“, sagte Sturm. Die Bundesanwaltschaft sieht Zschäpe als gleichrangiges Mitglied des NSU und hat lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung für sie gefordert.
Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hat der umstrittenen Forderung von Innenminister Matteo Salvini nach einer Zählung der Roma eine Absage erteilt. „Hier verfolgt niemand die Absicht, (…) Volkszählungen auf ethnischer Grundlage zu machen, was im Übrigen verfassungswidrig und offensichtlich diskriminierend wäre“, teilte der Regierungspalast am Dienstag mit. Salvinis Äußerungen über die Roma-Minderheit sorgen seit Montag für Kritik und Empörung.
Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen ist erneut eskaliert. Aus dem Palästinensergebiet wurden in der Nacht zum Mittwoch mehr als 45 Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet abgefeuert, wie ein israelischer Armeesprecher in Tel Aviv sagte. Israels Luftwaffe griff bis zum Morgen 25 Ziele im Gazastreifen an. Drei Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza verletzt, darunter zwei Hamas-Polizisten.
Als erstes führendes Industrieland der Welt hat Kanada den Anbau und Verkauf von Cannabis legalisiert. Der Senat stimmte am Dienstagabend in letzter Lesung dem Gesetz zu. 52 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. „Es war zu einfach für unsere Kinder, Marihuana zu bekommen – und für Kriminelle, die Profite davon einzusacken. Heute ändern wir das“, schrieb Kanadas liberaler Premierminister Justin Trudeau beim Kurznachrichtendienst Twitter.
Die Legalisierung von Cannabis war 2015 ein Wahlkampfversprechen von Trudeau gewesen.