Die AfD hat nach jahrelangem Hickhack nun auch eine parteinahe Stiftung. Ein AfD-Parteitag entschied sich am Wochenende in Augsburg für die von der früheren CDU-Politikerin Erika Steinbach geleitete Desiderius-Erasmus-Stiftung. Es soll aber geprüft werden, ob es rechtlich möglich ist, die Stiftung nach dem ehemaligen nationalkonservativen Reichskanzler Gustav Stresemann (1878-1929) zu benennen. Um den Namenspatron hatte es lange Querelen gegeben. Dem neuen Bildungswerk, das zum Beispiel Stipendien an Studenten vergibt, winken zweistellige Millionenbeträge aus der staatlichen Finanzierung für parteinahe Stiftungen. Die AfD bekräftigte in Augsburg, dass es das „politische Endziel“ der AfD bleibe, das System der parteinahen Stiftungen abzuschaffen. Solange die anderen Parteien aber auf dieses Instrument nicht verzichteten, müsse die AfD aber „Waffengleichheit“ herstellen. dpa