Joachim Löw bleibt Bundestrainer

Beidseitig bequemlich

von Redaktion

Es waren naive Diskussionen, die in den vergangenen Tagen um Fußball-Bundestrainer Joachim Löw geführt wurden. Sollte der DFB ihn feuern? Hätte er sich nicht leisten können vor dem Hintergrund eines frisch abgeschlossenen Vierjahresvertrags und der Steuernachzahlungen, die in Folge der WM-2006-Mauscheleien die Kasse belasten. Rücktritt von Löw? Er steht auf der anderen Seite dieser Rechnung: Würde er auf (kolportierte) 3,85 Millionen Euro pro Jahr einfach so verzichten? Die Bequemlichkeit eines Bundestrainer-Jobs eintauschen gegen das alltagsstressige Leben in einem Verein? Dann doch lieber bei dem bleiben, was man hat.

Der DFB hatte keinen Plan für den Fall, dass Löw nicht mehr Bundestrainer sein könnte. Und tatsächlich ist ein geerdeter Jogi Löw auch gar kein so schlechter Kandidat – jedenfalls ein besserer als all die, deren Namen in die Runde geworfen wurden. Vielleicht tut Löw der Druck ganz gut, Veränderungen vornehmen zu müssen.

Ein Trainer war lange gut, dann hat er einmal nicht geliefert, doch man bleibt zusammen – im Grunde ist diese Geschichte nicht so falsch. Auch wenn sie nicht aus beidseitiger Loyalität entsteht.

Günter Klein

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