Die Mehrheit der Oktoberfest-Wirte erwartet für heuer eine Super-Wiesn. Und meint die Besucherzahlen. Denn nach Jahren, in denen – besonders unter der Woche – die Bänke in den Festzelten zur Hälfte gefüllt, die Eingänge offen und die Schausteller am Jammern waren, deutet sich nach einer ersten Erholung im Vorjahr ein Aufwärtsschwung an. In den Zelten gibt es selbst für mittags heuer deutlich mehr Reservierungsanfragen, auch der Hotel- und Gaststättenverband zeigt sich angesichts der Betten-Auslastung in den Hotels optimistisch.
Ein leeres Volksfest ohne Stimmung wünscht sich keiner. Doch wer sich die letzten Jahre auf die Wiesn getraut hat, war positiv überrascht über die Entschleunigung. Für eine Brotzeit ins Zelt gehen, dann eine Runde Karussell fahren, in ein weiteres Zelt schlendern – kein Problem. Und deswegen geht es nun darum, das größte Volksfest der Welt heuer auch zu einer Super-Wiesn für die Münchner zu machen. Dazu gehört für die Wirte, an sich gute Projekte wie ein preiswertes Familiengetränk gemeinsam umzusetzen und dem Gast auch zu kommunizieren. Und etwa über Kurzzeit-Reservierungen dem Gast auch spontan noch einen Platz zu bieten. Wieso nicht mal zum eben zu Ende gegangenen Rosenheimer Herbstfest schielen – und sich den Titel „die sympathische Wiesn“ zurückerobern.
Ramona Weise
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