Trump sucht Haley-Nachfolger(in)

von Redaktion

Scheidende UN-Botschafterin vor Wechsel in die Wirtschaft

Washington – Nach dem überraschenden Rücktritt von Donald Trumps UN-Botschafterin Nikki Haley (46) läuft die Suche nach einem Nachfolger. Der US-Präsident erklärte, er habe eine Liste mit fünf möglichen Kandidaten. Darauf stehe auch die frühere Bankmanagerin Dina Powell (45), eine ehemalige stellvertretende Sicherheitsberaterin im Weißen Haus.

In US-Medien wurde auch über den US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, als möglichen Nachfolger für Haley spekuliert. Er zählt aber nach den Worten Trumps nicht zur engeren Auswahl.

Haley hatte verkündet, dass sie ihren einflussreichen Posten zum Jahresende aufgeben wird. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Trump im Weißen Haus machte sie deutlich, dass ihre Entscheidung nicht auf ein Zerwürfnis mit dem Präsidenten zurückgehe. Anders als viele andere ehemalige Mitglieder der Regierung wurde Haley nicht von Trump entlassen, sondern ging aus freiem Willen und auf dem Höhepunkt ihres Ansehens unter Trumps Republikanern. Die ehemalige Gouverneurin des US-Bundesstaates South Carolina war Trumps Speerspitze bei den Vereinten Nationen.

Haley vertrat seine harte Linie gegen den Iran und verteidigte auch international scharf kritisierte Maßnahmen wie die Kürzung von Hilfsgeldern für palästinensische Flüchtlinge und Vertriebene. Dennoch hatte sie sich den Ruf einer oft pragmatischen Diplomatin erarbeitet.

Über die Gründe von Haleys Rückzugs gibt es viele Spekulationen. Haley trat Vermutungen entgegen, sie habe Ambitionen, bei der Präsidentenwahl 2020 anzutreten. Ein Kommentator des Trump nahe stehenden Senders Fox News meinte, die auch bei konservativen Republikanern wohl gelittene Haley könnte sich jetzt mit einem lukrativen Job in der Privatwirtschaft finanziell den Rücken stärken. Die Zeitung „The Post and Courier“ berichtete, Haley habe mehr als eine Million Dollar Schulden. Ihr UN-Büro bezifferte die Summe auf 500 000 Dollar.

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