Ein neues Ermittler-Team zu Chemiewaffen-Angriffen in Syrien wird Anfang 2019 seine Arbeit aufnehmen. Zehn Experten sollten die Verantwortlichen für die Angriffe feststellen, erklärte der Generaldirektor der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW), Fernando Arias. Im Juni hatten die OPCW-Staaten der Organisation das Mandat erteilt, gegen den Widerstand von Syrien und Russland.
Rund 300 Menschen sind in den ersten neun Monaten des Jahres bei rechten Gewalttaten verletzt worden. Die Polizei habe 12800 Straftaten mit rechtem Hintergrund erfasst, berichtet der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf Antworten der Bundesregierung auf Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und der Linksfraktion. Danach gingen rechte Täter in rund 700 Fällen gewaltsam vor. Außerdem zählte die Polizei 1075 antisemitische Delikte, darunter 33 Gewalttaten. Bei Angriffen wurden 18 Menschen verletzt.
Bafög-Empfänger sollen ab 2019 mehr Geld bekommen. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) will per Reform zudem die Zahl der Empfänger steigern. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach soll der Wohnzuschlag für nicht bei den Eltern wohnende Geförderte von 250 auf 325 Euro angehoben werden. Der Höchstsatz der Gesamt-Förderung soll von 735 auf 850 Euro monatlich steigen. Kritiker bemängeln, dies reiche nicht aus.
Im Prozess um hundertfache Beihilfe zum Mord im KZ Stutthof hat sich der Angeklagte nach eigener Aussage aus Angst vor den Nazis nicht gegen seinen Einsatz gewehrt. Das steht in einer Stellungnahme, die der Anwalt des 94-Jährigen gestern vor dem Landgericht Münster vorlas. Von Massentötungen habe er als 18 Jahre alter SS-Wachmann aber nichts mitbekommen. Dem Mann wirft die Staatsanwaltschaft vor, in dem Lager mehrere hundert Morde zwischen 1942 und 1944 ermöglicht zu haben.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Aung San Suu Kyi die Auszeichnung „Botschafterin des Gewissens“ entzogen. Hintergrund ist der Umgang von Myanmars Staatsrätin mit der muslimischen Minderheit der Rohingya, hieß es. Suu Kyi habe die Werte, für die sie einst stand, verraten. Die UN werfen Myanmar Kriegsverbrechen und Völkermord an den Rohingya vor.