Das Europaparlament und die EU-Kommission sorgen sich um die Rechtsstaatlichkeit in Rumänien. Das Parlament nahm mit großer Mehrheit einen Text an, in dem es vor einer Schwächung der Unabhängigkeit der Justiz durch die geplante Strafrechtsreform warnt. Die EU-Kommission bemängelte Rückschritte bei der „Korruptionsbekämpfung auf höchster Ebene“ und forderte die Aussetzung der Reform. „Es ist sehr wichtig, dass Rumänien den Kampf gegen die Korruption unverzüglich wieder aufnimmt“, erklärte Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans. Rumänien muss ebenso wie Bulgarien seit seinem EU-Beitritt im Jahr 2007 regelmäßig seine Bemühungen im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität bewerten lassen. Vergangenes Jahr hatte die Kommission Bukarest noch eine positive Entwicklung bescheinigt. „Jüngste Entwicklungen jedoch haben Fortschritte wieder rückgängig gemacht“, hieß es.