Tel Aviv – Nach massivem Raketenbeschuss auf Israel und Luftangriffen der israelischen Armee im Gazastreifen haben militante Palästinenser einseitig eine Waffenruhe verkündet. Ägypten habe die Rückkehr zu einer Vereinbarung vermittelt, teilten die Hamas und andere militante Palästinenserorganisationen in Gaza am Dienstag mit. Israels Regierung äußerte sich zunächst nicht dazu.
Militante Palästinenser hatten nach israelischen Armeeangaben rund 400 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Es handele sich um die intensivsten Angriffe seit dem Gaza-Krieg 2014, sagte ein Armeesprecher. Als Reaktion habe die israelische Armee im Gazastreifen mehr als 100 militärische Ziele angegriffen. Mindestens acht Menschen starben bei dem gegenseitigen Beschuss.
Wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza mitteilte, wurden sieben militante Palästinenser getötet. Zudem starb in der israelischen Stadt Aschkelon ein Mann, nachdem eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete in sein Haus eingeschlagen war. Die Lage war eskaliert, nachdem der verdeckte Einsatz einer israelischen Spezialeinheit im Gazastreifen am Sonntag fehlgeschlagen war.