Die griechische Korruptionsbehörde FIU hat die Überprüfung der Konten von Ex-Ministerpräsident Kostas Simitis beantragt. Auch Konten seiner Familienmitglieder sollen laut der Zeitung „Ta Nea“ unter die Lupe genommen werden. Der 82-jährige Simitis erklärte, er habe nichts zu verbergen. Hintergrund der Prüfung ist ein mutmaßlicher Bestechungsfall, bei dem im Jahr 2006 Schmiergelder für die Modernisierung von sechs Fregatten der griechischen Kriegsmarine geflossen sein sollen.
Der Kremlkritiker Alexej Nawalny kann nun offenbar doch aus Russland ausreisen. Der Blogger veröffentlichte am Mittwoch auf Instagram ein Foto von sich an der Passkontrollstelle eines Flughafens in Moskau. Er wollte eigentlich schon am Dienstag zu einer Urteilsverkündung am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach Straßburg reisen. Grenzbeamte hatten ihm aber die Ausreise untersagt, weil er ein Unternehmen um Geld geprellt habe.
US-Vizepräsident Mike Pence hat die Gewalt in Myanmar gegen die muslimische Minderheit der Rohingya als „nicht zu entschuldigen“ kritisiert. Bei einem Treffen mit Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Singapur nannte Pence die Flucht von 700 000 Rohingya nach Bangladesch „eine Tragödie, die Millionen Amerikaner bewegt hat“. Suu Kyi verwahrte sich aber indirekt gegen jede Einmischung.
In Afghanistans Hauptstadt Kabul ist am Mittwochmorgen ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. An Bord waren 42 abgelehnte Asylbewerber. Es war die 18. Sammelabschiebung. Seit Dezember 2016 haben Bund und Länder 425 Männer nach Afghanistan zurückgebracht. Laut Innenministerium hat sich Bayern an dem Flug beteiligt.
Die Linke hat die Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel für eine europäische Armee kritisiert. „Merkel darf Macron nicht auf dem Weg zu einer europäischen Armee, zu einer militärischen Union folgen“, warnte die Fraktionschefin im Europaparlament, Gabriele Zimmer. Stattdessen solle sie sich für Abrüstung einsetzen und deutsche Waffenexporte stoppen.