Guaidó: Heimkehr zu Karneval

von Redaktion

Caracas/Salinas – Im Machtkampf in Venezuela bahnt sich die nächste Kraftprobe an. Trotz seiner drohenden Festnahme kündigte der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó von Ecuador aus die Rückkehr in seine Heimat an – und rief für heute und morgen zu neuen Protesten gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro auf. „Ich kehre nach Hause zurück. Es ist zwar Karneval, aber wir haben wenig zu feiern und viel zu tun“, sagte der 35-Jährige. Die EU warnte die Regierung in Caracas, Guaidó festzunehmen.

Wie er zurückkehren werde, verriet Guaidó nicht. Der Parlamentschef hätte gar nicht ausreisen dürfen: Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren, weil er sich am 23. Januar zum Interimspräsidenten des Krisenlandes erklärt hatte. Trotz aller Kontrollen war es ihm aber gelungen, am 22. Februar zu einem Benefizkonzert in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta zu erscheinen – eine Provokation für Maduro. Guaidó sei auf dem Landweg an die Grenze gereist und habe dabei mehrere Kontrollen des Militärs überwunden, hieß es damals. Maduro gab sich am Wochenende betont gelassen. Er twitterte Bilder von Urlaubern an venezolanischen Stränden.

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