Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat angesichts aktueller Zahlen vor gewaltbereite Rechtsextremisten gewarnt. Dass bundesweit „rund jeder zweite Rechtsextremist als gewaltorientiert gilt, ist alarmierend. Besonders bedenklich bei Rechtsextremisten ist deren Nähe zu Waffen“, sagte Herrmann. Laut einer Antwort des Innenministerium auf eine Anfrage unserer Zeitung wurden in Bayern Ende 2018 rund 2360 Personen als rechtsextremistisch eingestuft. Unter ihnen seien 136 Personen mit waffenrechtlichen Erlaubnissen bekannt, rund 1000 seien gewaltorientiert.
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die kommunalen Arbeitgeberverbände haben Tarifgespräche für 55 000 Ärzte an kommunalen Kliniken am Samstag abgebrochen und auf den 21. Mai vertagt. Weitere Warnstreiks seien „nicht unwahrscheinlich“, sagte ein Marburger-Bund-Sprecher. Beide Seiten sprachen von Annäherungen, es gebe aber offene Fragen.
Im Handelsstreit mit Peking will US-Präsident Donald Trump die Zölle auf chinesische Importe drastisch anheben. Die Zölle im Umfang von 200 Milliarden Dollar (178 Milliarden Euro) würden am Freitag von derzeit zehn auf 25 Prozent erhöht, teilte er via Twitter mit.
Talibankämpfer haben am Sonntag das Polizei-Hauptquartier der Provinz Baglan im Norden Afghanistans angegriffen. Rund 22 Personen wurden verletzt, teilte ein Mitglied des Provinzrates mit. Mindestens drei Angreifer wurden getötet.
Papst Franziskus hat Bulgarien aufgerufen, Migranten aufzunehmen. In Sofia verwies er auf über zwei Millionen Bulgaren, die in anderen Staaten bessere Lebensmöglichkeiten suchten. Als Brücke zwischen Ost und West könne Bulgarien die Begegnung zwischen Kulturen und Religionen fördern.
Iraks Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi ist gegen überhastete Abschiebungen aus Deutschland. Im Kampf gegen den IS habe die Kooperation gut funktioniert. Auch hier dürfe es kein einseitiges Handeln geben, sagte er nach seinem Besuch in Berlin.