München – Eigentlich nimmt er den Reichen und gibt den Armen – aber nicht in diesem Fall: Für das Robin-Hood-Kostüm, das sie beim Fasching in Veitshöchheim trug, hat Bayerns AfD-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner nämlich in die Fraktionskasse gegriffen, ebenso der parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier. Für vier verschiedene Kostüme habe man mindestens 1000 Euro gezahlt, berichtet der BR. Ein interner Prüfbericht hatte zuvor schon den Kauf von Luxusmöbeln und eine teure Weihnachtsfeier kritisiert. Das Geld stammt aus den Steuerzuschüssen, die jede Fraktion bekommt – allerdings für die politische Arbeit. Ebner-Steiner sagte, das Staatstheater Nürnberg habe sich geweigert, sie wie die „Altparteien“ auszustatten. Im Theater weiß man aber von keiner Anfrage der AfD. Politiker wie Natascha Kohnen (SPD), Joachim Herrmann (CSU), Katharina Schulze (Grüne) und Martin Hagen (FDP) stellten zudem klar, dass sie ihre Kostüme selbst kaufen oder mieten; Ministerpräsident Markus Söder lässt sich im Theater auf eigene Kosten schminken. Ebner-Steiner und Maier haben nun angekündigt, das Geld an die Fraktion zurückzuzahlen. mmä