„Kampf für die Freiheit der anderen“

von Redaktion

D-Day: Macron erinnert Trump an historische Verantwortung

Bayeux/Caen – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat beim Gedenken an den D-Day US-Präsident Donald Trump an seine historische Verantwortung erinnert. „Amerika, lieber Präsident Trump, ist immer dann am größten, wenn es für die Freiheit der anderen gekämpft hat“, sagte der 41-Jährige gestern auf dem US-Militärfriedhof Colleville-sur-Mer bei Bayeux. Bei der Zeremonie zur Erinnerung an die Landung der Alliierten in der Normandie vor 75 Jahren würdigten Macron und Trump den Einsatz der D-Day-Kämpfer als heroischen Akt für die Freiheit.

„Wir dürfen niemals aufhören, das Bündnis der freien Völker mit Leben zu erfüllen“, mahnte Macron. Sein Verhältnis zu Trump gilt als kühl -– auch weil der US-Präsident sein Land aus internationalen Abkommen zurückgezogen hat. Am D-Day-Jahrestag bemühten sich beide aber ausdrücklich um ein Signal der Harmonie.

An der Zeremonie in der Normandie nahmen rund 12 000 Besucher teil, mehr als 160 US-Veteranen waren auf der Tribüne vertreten. Für sie gab es mehrfach Applaus– Trump und Macron bedankten sich bei ihnen für ihren Einsatz. Auf dem Friedhof in Colleville gibt es 9380 amerikanische Soldatengräber.

Trump würdigte die Landung der alliierten Truppen in der Normandie als heldenhaften Einsatz für die Freiheit. Zehntausende Männer hätten ihr Blut vergossen. „Tausende haben ihr Leben geopfert – für ihre Brüder, für ihre Länder und für das Überleben der Freiheit“, sagte er. Die Soldaten damals hätten nicht nur eine Schlacht oder einen Krieg gewonnen, sondern das Überleben der Zivilisation gesichert. „Sie haben unsere Lebensweise für viele Jahrhunderte verteidigt.“

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