Bremer SPD für Linksbündnis

von Redaktion

Trittin und Dreyer: Grün-Rot-Rot auch in Berlin eine Option

Bremen – Der Weg für rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen in Bremen ist frei. Der SPD-Landesvorstand hat sich für die Aufnahme formeller Gespräche über die Bildung einer Regierung. In dem 17-köpfigen Parteigremium gab es am Freitag nur eine Nein-Stimme und eine Enthaltung. Für die Linken wäre es die erste Regierungsbeteiligung in Westdeutland. Am Mittwoch trifft sich die Runde erstmals.

„Das ist ein gutes Votum und eine klare Rückendeckung“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) nach dem Treffen. Es gehe jetzt darum, „einen starken Koalitionsvertrag auszuhandeln.“ Grüne und Linke hatten sich schon zuvor mit jeweils klaren Mehrheiten für Verhandlungen ausgesprochen.

Derweil werden die Stimmen lauter, die eine Linkskoalition auch im Bund für wünschenswert halten. Jürgen Trittin (Grüne) sprach sich im „Spiegel“ dafür aus. „Die Menschen wünschen sich bei vielen Problemen Lösungen, die deutlich links sind“, sagte er. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hält das für eine Option. Der „SZ“ sagte sie, die SPD könne sich nur jenseits der großen Koalition erholen.

Bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai war eigentlich die CDU erstmals stärkste Kraft geworden – die Grünen entschieden sich jedoch gegen Gespräche über eine Koalition mit Union und FDP. Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder kündigte am Freitag an, für das Amt des CDU-Landesvorsitzenden zu kandidieren und damit Nachfolger des kurz vor der Wahl verstorbenen Jörg Kastendiek zu werden.  dpa/mmä

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