Freihandel zwischen EU und Mercosur

von Redaktion

Die Europäische Union und der südamerikanische Wirtschaftsblock Mercosur haben sich auf ein Abkommen zur Bildung der größten Freihandelszone der Welt verständigt. Die Verhandlungen über den Pakt für insgesamt mehr als 770 Millionen Menschen hatten bereits 1999 begonnen. Die nun von der EU-Kommission ausgehandelte Einigung muss noch von den 28 Mitgliedstaaten und dem EU-Parlament gebilligt werden. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Während europäische Landwirte und die Grünen die Einigung scharf kritisierten, sprachen Wirtschaftsverbände und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) von einem Durchbruch und einem „starken Zeichen gegen Protektionismus“. Landwirte aus Deutschland, Frankreich und anderen EU-Ländern sorgen sich wegen unfairer Wettbewerbsbedingungen. Ungleiche Anforderungen bei Umwelt- und Klimaschutz, beim Einsatz von Antibiotika und beim Pflanzenschutz würden zu dramatischen Wettbewerbsverzerrungen führen, warnte Bauern-Präsident Joachim Rukwied.

„Was für ein Durchbruch und Erfolg für uns alle“, erklärte hingegen Wirtschaftsminister Altmaier. Auch der Chef der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Eric Schweitzer, lobte, Deutschland werde von einem wechselseitig verbesserten Marktzugang in Branchen wie dem Maschinenbau und der Auto- und Lebensmittelindustrie profitieren.

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