Trump an Kim: „Hey, lass uns treffen“

von Redaktion

Panmunjom – Eine Twitternachricht, 24 Stunden hektische Diplomatie und ein Schritt für die Geschichtsbücher der Weltpolitik: Donald Trump hat als erster US-Präsident im Amt nordkoreanischen Boden betreten. Im innerkoreanischen Grenzort Panmunjom überschritt er die Grenze von Süd- zu Nordkorea, ging rund 20 Schritte auf nordkoreanischem Boden und schüttelte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un voller Symbolkraft die Hand.

US-Medien sprachen von einer „Romanze“ der beiden ungleichen Politiker, die nun einen neuen Höhepunkt erreicht habe. Beide Politiker betonten ihr gutes persönliches Verhältnis, das Kim in einer seiner seltenen öffentlichen Äußerungen außerhalb des eigenen Landes als „exzellent“ beschrieb.

Trump verkaufte die Aktion als Spontantreffen, erst am Samstag sei er auf die Idee gekommen. „Hey, wir sind hier, lass uns treffen“, habe er sich auf dem G20-Gipfel im japanischen Osaka gedacht, knapp zwei Flugstunden von Südkoreas Hauptstadt Seoul entfernt. Dann habe er via Twitter eine Einladung an Kim ausgesprochen.

Möglicherweise könnte das Kurz-Treffen zu einem dritten Gipfel der beiden Politiker führen – nach den Zusammenkünften in Singapur im Jahr 2018 und in Hanoi im Februar dieses Jahres. Unter Umständen findet eine Neuauflage sogar im Weißen Haus in Washington statt. Das wäre ein neuerlicher symbolhafter Meilenstein in den bisher quasi nicht vorhandenen Beziehungen beider Länder.

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