zum EU-Postenpoker

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Das nun vereinbarte Szenario ist für Angela Merkel ein Traum, mit dem sie ohne die mit Timmermans verbundene Krise nie hätte rechnen können. Der Widerstand einiger Länder gegen den Niederländer war so stark, dass die Kandidatur Ursula von der Leyens als ein gemäßigter Kompromiss erschien. (…) Merkel hat diese Partie meisterhaft gespielt.“

Rzeczpospolita (Warschau)

„Die größte Verliererin ist Angela Merkel. Zwar soll ihre Parteifreundin Ursula von der Leyen Kommissionspräsidentin werden, die erste Deutsche auf diesem Posten in 52 Jahren. Aber es war nicht ihre Wahl. Von der Leyen ist für Merkel eine bittere Pille, ein ,Geschenkchen‘ von Macron, der ihren Namen ins Spiel brachte. Von der Leyen stößt bei Merkels Koalitionspartner SPD auf heftigen Widerstand, weshalb sie sich bei der Abstimmung der Regierungschefs als einzige enthalten musste.“

de Volkskrant (Amsterdam)

„Es ist leichter vorstellbar, dass eine wichtige Personalentscheidung am Europaparlament vorbei getroffen wird als über die Köpfe von Macron und Merkel hinweg. (…) Wenn die deutsch-französische Achse funktioniert, wird allen bange – wenn nicht, noch viel mehr. Der Rest der EU hat sich nicht so weit emanzipiert, dass er das Ruder übernehmen könnte.“

Die Presse (Wien)

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