IN KÜRZE

Trump verärgert über britischen Botschafter

von Redaktion

Der Tatverdächtige im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll in seinem inzwischen widerrufenen Geständnis ausgesagt haben, sich schon seit Jahren mit der Idee zu einer solchen Tat beschäftigt zu haben. Mindestens zwei Mal, 2017 und 2018, sei er mit der Pistole in der Tasche zum Haus des CDU-Politikers gefahren, berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Danach sei er froh gewesen, die Tat nicht ausgeführt zu haben. Als er Lübcke schließlich doch erschossen habe, habe er es wortlos getan.

Die für heute in Agrigent geplante Vernehmung der Kapitänin der „Sea-Watch 3“, Carola Rackete, ist wegen eines Streiks der italienischen Anwälte verschoben worden. Der Gerichtstermin werde am 18. Juli stattfinden, teilte der Anwalt der Kapitänin gestern mit. Rackete soll wegen des unerlaubten Anlegens ihres Schiffs im Hafen von Lampedusa zum Vorwurf der Begünstigung illegaler Einwanderung befragt werden. Im Fall einer Verurteilung droht der Kapitänin eine fünfjährige Haftstrafe.

Weil ein Journalist den russischen Präsidenten in obszöner Sprache beleidigt hat, muss der georgischer Fernsehsender Rustawi-2 seinen Dienst einstellen. Der Redakteur hatte nach Einschätzung der georgischen Präsidentin Salome Surabischwili und des Außenministeriums in Tiflis den Kremlchef Wladimir Putin und seine Familie in einer Nachrichtensendung in den Schmutz gezogen. Daraufhin kam es gestern in der georgischen Hauptstadt zu spontanen Protesten wütender Georgier.

US-Präsident Donald Trump hat nach dem Bekanntwerden kritischer Memos des britischen Botschafters in Washington seine Missachtung ausgedrückt. „Wir werden uns nicht mehr mit ihm befassen“, schrieb Trump auf Twitter. Er kenne den Botschafter nicht, aber er sei nicht beliebt. Die britische „Mail on Sunday“ hatte aus geheimen Memos des Botschafters Kim Darroch zitiert. Darin wird die Regierung Trumps als „unfähig“ bezeichnet. Der US-Präsident strahle Unsicherheit aus und agiere ungeschickt. Trump verband seine Ankündigung mit scharfer Kritik am Brexit-Kurs der britischen Premierministerin Theresa May.

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