Bayern sucht den Dominostein – das ist das Spiel, das im großen Fußball läuft. Eine Personalie, so hat es der Vorstandsboss des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, gesagt, könnte zur Transferkettenreaktion über Ländergrenzen hinweg führen. Und seinen Verein ins Spiel bringen. Für Dembele (Barcelona), Sané (Manchester).
Ist Antoine Griezmann, der von Atletico Madrid nach Barcelona wechselt und 120 Millionen Euro kostet, besagter Stein? Oder müsste es doch der Brasilianer Neymar (das ist der, der immer hinfällt) sein? Er war vor zwei Jahren 222 Millionen schwer, das will Paris St. Germain sicher reinholen bei einem Verkauf. An die Summen hat man sich inzwischen gewöhnt – und sie werden ja auch schon überboten: Barcelona setzt die Ablöse für Monsieur Griezmann auf 800 Millionen fest.
Draufzahlgeschäfte betreibt der Fußball dabei nicht. Das Geld ist im Markt, und mit Amazon als wohl nächstem Großbieter um Medienrechte lassen sich die Erlöse steigern. Zudem: Junge Spieler sind die interessanteste Anlageform. Höhere Gewinnchancen als jede Aktie.
Die Fans nicken das Gebaren der Branche mehrheitlich ab. Gerade rund um den FC Bayern ist die Enttäuschung spürbar, dass 2019 noch kein großer Transfer realisiert wurde. 85 Millionen für den französischen Abwehrspieler Hernandez – ein Armutszeugnis.
Guenter.Klein@ovb.net