Computerspielsucht

Game over im Job

von Redaktion

BARBARA NAZAREWSKA

Die Zahlen sind alarmierend: Immer mehr Berufstätige in Bayern sind süchtig nach Computerspielen – oder auf dem besten Weg dorthin. Wer aber glaubt, dass solche Probleme vor allem am stressigen Joballtag liegen, der irrt. Sie beginnen viel früher: in der Kindheit. Wer also seine Kinder liebt, der schaut besser nicht ganz so oft aufs Smartphone. Schon gar nicht in deren Anwesenheit! Denn Kinder sind vor allem eines: perfekte Nachahmer. Und was Mama und Papa machen, das kann ja nicht falsch sein – oder?

Natürlich geht es nicht darum, Kinder von jedem Smartphone und Tablet fernzuhalten. Das wäre realitätsfremd. Aber ist es wirklich notwendig, sogar auf dem Spielplatz mit dem Handy herumzuhantieren – statt mit seinem Kind im Sand zu buddeln oder Ball zu spielen? Und warum zockt Papa lieber abends mit dem Sohn an der Spielkonsole, statt ihm ein Buch vorzulesen?

Experten warnen: Eltern, die zu Hause sehr viel Zeit am Smartphone oder Computer verbringen, bieten ein schlechtes Vorbild. Natürlich wird nicht jedes Kind allein deshalb abhängig – aber dadurch steigt die Gefahr. Und dann heißt es später auch womöglich im Job: Game over!

Barbara.Nazarewska@ovb.net

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